Thinkingday in Glücksburg, 25.-27.02.2005

Hier gibt es Fotos vom Thinkingday!

Es war Freitag Nachmittag. Wir trafen uns fast alle am Raisdorfer Bahnhof. Dann ging es mit dem Zug nach Kiel. Als ich dort zu den anderen in den Zug nach Flensburg stieg, war Lumpi dabei, die Anwesenheit zu überprüfen. Aber da fehlten doch zwei allseits bekannte Gesichter?! Richtig! Hanno und Patrizia! Die beiden Ärmsten mussten noch bis spät in den Nachmittag arbeiten. Aber für uns begann die Reise schon einmal. Wir unterhielten uns prächtig und als wir in Flensburg ankamen, wurden wir von Galaxy, Pyro und Mück empfangen. Alte Bekannte! Die Freude war groß. Aber wir mussten ja noch ganz bis Glücksburg! Die Preisfrage: Wie kommen wir dahin? Mit dem Flugzeug? Nein, zu teuer. Bevor wir uns zu Tode grübelten, hatte Mück die Antwort: Mit dem Bus! Er hatte den Preis gewonnen! Und der bestand darin, unsere Horde sicher nach Glücksburg zu bringen. Also: Halbe Stunde auf den Bus warten, halbe Stunde Bus fahren und dann noch etwa 15 Minuten zu Fuß zum Wald. Es war schon stockdunkel und dem einen oder anderen lief ein Schauer über den Rücken, denn, wer von den Wildschweinen gehört hat, überlegt sich zweimal, ob er diesen Wald betritt... Aber wir haben es dann doch noch unter der strengen Führung von Mück gewagt. Und da sahen wir auch schon eine beleuchtete Hütte, aus deren Schornstein Rauch stieg. Da fühlt sich doch ein Pfadfinder wohl! Genau der richtige Ort, um unseres Gründers, Lord Baden-Powell, zu gedenken.

Also betraten wir die urige Hütte mit den Tierfellen an der Wand und trafen unser Empfangskomitee vom Bahnhof wieder, welches es vorzog, mit dem Auto zu reisen. Zu diesen zwei Gestalten kamen dann noch zirka ein Dutzend Jungpfadfinder und Pfadfinder. Stamm Duburg zeigte rege Beteiligung. Unsere Wö's und Jungpfadis sind dann auch erst mal die Gegend und die andere Hütte erkunden gegangen. Währenddessen kümmerten sich die Großen um das Abendessen. Nachdem wir alle unsere Ravioli verspeist hatten, erreichten auch unsere schwer Arbeitenden das Ziel. Später am Abend hieß es dann für die Wö's Abschied nehmen und ab in die Heia. Wir Großen saßen noch lange bei der Singerunde am Ofen zusammen, bis auch der letzte die Müdigkeit siegen ließ und sich zur Ruhe legte.

Der nächste Morgen kam schnell. Unser Meinung nach zu schnell, da er so begann, dass ein paar Jungpfadfinder vom Stamm Duburg aus ihrer Hütte mit lautem Geschrei in unsere Hütte kamen. Nun wurde sich schnell fertig und frisch gemacht und man traf sich zur Morgenrunde mit anschließendem Frühstück. Danach begaben wir uns zu einem Spaziergang zum Strand. Es war ein wunderschöner Tag mit Sonne und den ersten Vogelzwitschern. Als wir ankamen, hatten wir ein komisches Gefühl, da Schnee lag, die Sonne aber wie im Hochsommer schien und alles glitzerte. Dann begannen zahlreiche Schneeballschlachten, gefolgt vom British-Bulldog- und Versteckspielen. Doch ein Blick auf die Uhr zwang uns zum Rückweg, da wir zum Mittagessen erwartet wurden. Wieder angekommen gab es Gemüseeintopf mit Würstchen und viel heißen Tee.

Nach dem Essen begannen die Thinkingday-AG's. Es wurden Sketche einstudiert, Lieder komponiert und Geländespiele kreiert. Währenddessen erreichte uns Schnecke vom Stamm Duburg, welcher uns im Abendprogramm vieles Wissenswertes über Baden-Powell und seine Frau Olave verriet. Zwischendurch präsentierten die AG's ihre Ergebnisse. Bei den Sketchen wurde viel gelacht, bei dem Lied mitgesungen und bei den Geländespielen getobt, um Schnecke im Nachhinein wieder gut zuhören zu können. Dann wurden unsere Thinkingday-Cents eingesammelt, die wir jedes Jahr für Pfadfindergruppen in Not spenden. Dann fand noch eine Lichterspur statt, die leider nicht so gut organisiert war. Doch trotzdem brachte sie uns Spaß. Die darauffolgende Singerunde war auch nur von kurzer Dauer und am nächsten Morgen mussten wir uns dann auch schon wieder auf den Rückweg begeben.

Also: Aufbruch! Ab zur Bushaltestelle. Doch zuvor verabschiedeten wir noch Patrizia und Hanno am Auto, wobei es Paddy gar nicht gefiel, dass er mit dem Zug fahren musste. Doch schnell ging es weiter zur Bushaltestelle, um festzustellen, dass wir wieder eine halbe Stunde auf den Bus warten mussten. Doch dann waren wir relativ schnell wieder am Bahnhof in Flensburg. Mit dem Einstieg in den Zug kam die Frage auf: Wer hat eigentlich die Fahrkarten? Allgemeines Kopfsenken. Jetzt wurde es, im wahrsten Sinne des Wortes, allerhöchste Eisenbahn, Tickets zu besorgen. Noch 7 Minuten! Doch in den letzten Minuten sprangen Arne und Fabi, triumphierend die Karten in die Luft haltend, in den Zug. Und schon ging die Reise los. Am Raisdorfer Bahnhof wurde sich dann verabschiedet.

Mit einem Gut Jagd und Gut Pfad verabschiede ich mich nun auch!

Eure Julia

Hier gibt es Fotos vom Thinkingday!

© by Stamm Radwersdorp, 2005

nach oben