Landeswölflingslager in Einhaus, 01.-04.09.2005


Das Landeswölflingslager fand vom 01.-04. September in Einhaus, einem kleinen abgelegenen Örtchen bei Ratzeburg, statt. Die Organisation der Anreise gestaltete sich schwierig, da Trischa, Tigger und ich arbeiten mussten. Das Landeswölflingsteam hatte nämlich für 17 Uhr einen Bus gemietet, der die Wölfis von Ratzeburg nach Einhaus bringen sollte. Zu unserem Glück hat sich Fabian bereit erklärt mit auf das Lager zu fahren, so dass sie eine zeitlich passende Bahnverbindung nutzen konnten. Wir hatten es uns alles so schön ausgedacht. Das Material war gepackt, die Verpflegung eingekauft. Es hätte nur noch ins Auto gepackt werden müssen und wir wären pünktlich zum Abendessen nachgefahren. Nur musste ich natürlich ausgerechnet am Freitag bis 19 Uhr arbeiten.

Zum Schluss war ich dann mit allem, was noch fehlte ( Tigger, Material, Verpflegung) um 22:30 Uhr in Einhaus. In weiser Voraussicht hatten Fabian und die Wölflinge das Alex schon im Zug mitgenommen. Demnach mussten wir nur noch die Kothe im Dunkeln aufbauen. Dann gab es für alle erst mal ein provisorisches Abendbrot, so dass zumindest keiner mehr hungern musste! Um 23 Uhr war dann auch Zapfenstreich und wir Gruppenleiter kümmerten uns um Organisatorisches. Trischa musste am Samstag arbeiten und war erst später nachgereist, was aber auch für uns eine Überraschung war, da sie zuerst eigentlich gar nicht kommen wollte!

Das Lagermotto lautete "Kulturen". Und so flogen wir über Nacht ins Land der aufgehenden Sonne, nach Indien! Zu aller Verwunderung hatte sich landschaftlich eigentlich nicht viel verändert. Aber mit ein bisschen Phantasie und in Anbetracht der Tatsache, dass auf einmal viele seltsam gekleidete Leute umherliefen, konnte man tatsächlich darauf schließen. Bei jedem dieser Leute konnte man etwas basteln, bauen, malen, backen, kochen oder vieles mehr. Und alles hatte natürlich mit einer uns fremden Kultur zu tun! Bei meiner AG z.B. konnte man gemeinsam ein großes Tiermemory basteln. Dabei wurden für Fernosteuropa typische Tiere auf Sperrholzplatten gemalt, die zuvor ausgesägt werden mussten. Bei Trischa und Fabian konnte man Tücher mit natürlichen Färbemitteln färben, wie z.B. Kurkuma (gelb).

Natürlich gab es auch Freizeit und die wurde nicht selten unten am See verbracht, der ein Stück weit hinter einem kleinen Wald lag. Sowieso hatten wir Glück mit dem Wetter. Nur am letzten Abend hatte es kurz geregnet. Positiv auch deswegen, da wir unsere Kochstelle im Freien hatten. Am ersten Tag gab es Pfannkuchen zum Mittag, was alle gut fanden. Danach machte das Programm gleich doppelt soviel Spaß. Am Abend machten wir eine kleine interne Singerunde bis schließlich der Sandmann kam.

Der zweite und letzte Tag begann mit einem Geländespiel! Dabei haben die Kinder in mehreren Gruppen viele verschiedene Posten angelaufen, bei denen sie Aufgaben erfüllen mussten. Am Abend gab es ein großes Fest. Jeder Stamm hatte die Aufgabe ein besonderes Gericht zu kochen, um es dann einem großen Buffet beizusteuern. Leider kam diese Information bei uns zu spät an und wir konnten nur noch schnell ein paar Spaghetti kochen. Die haben auch nicht lange gehalten, denn wie es schien gab es nicht genug für alle. Im Anschluss gab es noch eine Darbietung der Landesleitung mit verschiedenen Spielen und Theaterstücken. Dabei verabredeten wir gleich mit Stamm Ykern eine gemeinsame Singerunde zu machen, um den Abend ausklingen zu lassen. Die letzte Nacht haben alle gut geschlafen und am Morgen waren wir wieder alle in unserem Land. Wer weiß wo es das nächste Mal hingeht?

Gut Pfad,

Schlemihl

© by Stamm Radwersdorp, 2005

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