Kurs für Sippenführungen, 09-15.04.2006

Am 09.04.2006 ging es endlich los, Neo und ich fuhren auf den KfS nach Belgien. Um 6:53 Uhr fuhren wir mit dem Zug von Raisdorf nach Hamburg und von dort aus ging es dann mit dem Bus weiter nach Belgien. Gegen Abend kamen wir in dem Ort de Winner an und mussten gleich unsere Zelte aufbauen. Insgesamt waren wir 23 Teilnehmer und 7 Teamer.

Im Bus waren wir vorher in unsere Sippen zu je 6 Mitgliedern eingeteilt worden. Meine Sippe hatte den Namen "Gelbe Engel", Neo's Sippe hieß "Schwarze Bundarbeiter". Nachdem auch das letzte Zelt stand, aßen wir alle unser wohlverdientes Abendbrot und veranstalteten anschließend einen Jurtenabend, der nicht sehr lange dauerte, weil alle sehr müde von der langen und anstrengenden Fahrt waren. Dann fielen wir alle in den ersehnten Schlaf.

Morgens wurden wir schon um 7.15 Uhr geweckt, was alle zu früh empfanden, da wir ja Ferien hatten. Zuerst sollten sich die Mädchen, dann die Jungs fertig machen, dieses wechselte jedoch von Tag zu Tag. Um 8.00 Uhr gab es Frühstück. Manchmal frühstückten wir mit den Mitgliedern einer belgischen Pfadfindergruppe, die jedoch nicht gerade sehr gesprächig waren. Diese hielten ebenfalls einen Kurs in de Winner ab. Jeden Morgen begann für uns ein abwechslungsreiches Programm. Einmal ging es um den Umgang mit Karte und Kompass oder es wurden Rechts -und Finanzfragen besprochen, sowie Fragen der Ersten Hilfe erörtert. Alles, was man eben wissen muss, um mit seiner Sippe sicher und ordentlich auf Fahrt gehen zu können.

Der Höhepunkt war die Planung unserer eigenen Fahrt quer durch Belgien. Diese Fahrt dauerte 3 Tage. Wir hatten alles sehr gut geplant, was wir auf unserer Fahrt machen wollten, doch wie immer kam alles anders. Zum Beispiel reichte das Essen, aber es schmeckte selten so gut wie zu Hause. Aber ab und zu bekamen wir auch von unseren Gastgebern, in deren Gärten wir unser Zelt aufschlagen durften, einen heißen Kaffee zum Tagesbeginn. Trotzdem hatten alle Sippen auf ihrer Fahrt viel Spaß. Leider mussten wir uns von einem Gruppenmitglied frühzeitig verabschieden, da dieser aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr am Kurs teilnehmen konnte und von seiner Mutter abgeholt werden musste. Außerdem begegneten wir in unserem Wandergebiet einigen sehr imposanten Panzern, die nur wenige Zentimeter an uns vorbei fuhren. Der Staub im Gesicht und das Vibrieren des Bodens unter unseren Füßen, sowie der Lärm waren einfach nur geil!

Nach der eigenständigen Fahrt waren wir alle sehr glücklich, endlich wieder im Lager zu sein, wo wir wie immer viel Spaß hatten. Alle waren immer gut gelaunt und in unserem sehr überschaubaren Lager ging die Post ab. So viel Spaß und Freude hatte ich selten auf einem Lager erlebt. Deshalb bedauerten wir es alle umso mehr, dass unser Superkurs schon bald zu Ende sein würde. Der Tag, an dem wir uns trennen mussten, kam immer näher, doch bis zuletzt blieb die Stimmung bombastisch. Dann war es soweit, wir mussten unsere Zelte und die 3 Jurten alle gemeinsam abbauen. Nach getaner Arbeit verluden wir unser gesamtes Gepäck im Bus, der auf dieser Rückfahrt nicht so toll war, wie auf der Hintour. Kaum einer hatte genügend Platz im Bus, um vielleicht einmal ein Auge zuzumachen. Aber Thore las uns aus einem Buch vor, es begeisterte fast alle. Außerdem bekamen wir unsere Leitplanke, die uns durch das weitere Pfadfinderleben führen und begleiten sollte. Gegen Mittag kamen wir wieder in Hamburg an, und mussten uns schweren Herzens von einander verabschieden. Alle hofften, dass wir uns bald wieder sehen würden, aber das Nachtreffen ist erst in ca. 8 Wochen. Danach fuhren Neo und ich mit dem Zug, in dem auch Ingmar und Hendrik saßen, nach Hause und jeder ging wieder seiner Wege. Das war der KfS in Belgien 2006.

Gut Jagd
ENERGY-EULE

© by Stamm Radwersdorp, 2006

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