Landesjamboree 27.07. bis 05.08.2007 in Bruchsal

Hier gibt es Fotos vom Jamboree!

Im Morgengrauen des 01.08.2007 fanden sich über 6.000 Pfadfinder zusammen, um gemeinsam der Anfänge des Pfadfindens zu gedenken und das Pfadfinderversprechen erneut abzulegen. Der Raisdorfer Stamm Radwersdorp war mit dabei …

Wie konnte das passieren ?

2007 wird Pfadfinden 100 Jahre alt. Zahlreiche Aktionen, Fahrten und Ereignisse fanden und finden zu Ehren dieses Geburtstags überall in Deutschland und auch weltweit statt.
Da der Landesverband Schleswig-Holstein keine Aktivitäten geplant hatte, entschlossen sich die Raisdorfer Pfadfinder der Einladung zum Landesjamboree in Baden-Württemberg zu folgen, um gemeinsam mit anderen Pfadfindern das Jubiläum gebührend zu feiern. Ein Jamboree ist ein internationales Lager verschiedener Pfadfindervereinigungen.

Nach einigen organisatorischen Hindernissen – u.a. musste die Frage beantwortet werden, wie 12 Pfadfinder samt vollem Gepäck (Zelte, Kochgeschirr, eigene Rucksäcke ) am leichtesten und schnellsten nach Bruchsal kommen können – startete der Stamm Radwersdorp mit dem Stammesführer Patrick Felgendreher – vor Ort unterstützt vom ehemaligen Stammesführer Lumpi - am 27.7.2007 um 7.00 Uhr vom Kieler Hbf Richtung Süden. In Bruchsal war schon vor längerer Zeit ein weitläufiges, hügeliges Bundeswehrgelände für das Jamboree gemietet worden. Das Gelände war nicht nur durchzogen mit Millionen von Mauslöchern – inklusive der entsprechenden Bewohner, was zu lustigen und überraschenden Erlebnissen führte –, sondern eignete sich aufgrund der geographischen Lage super zum Spielen und Draußensein.
Die Anreise, Unterbringung und Versorgung von 6.000 Pfadfindern war sicherlich eine organisatorische Herausforderung für die Verantwortlichen.

Radwersdorp war im Unterlager Igel untergebracht worden und knüpfte schnell Kontakte auch durchaus praktischer Natur – man versorgte sich bei Bedarf gegenseitig mit Lebensmitteln - zu den Nachbarstämmen. Die Tage in Bruchsal waren gefüllt mit täglichen Ritualen – Essen vor- und zubereiten, Reflexion, Planungen, Spiele, Lieder – und besonderen Aktionen zum Jubiläum.
Die Süddeutschen hatten ein gutes Lagerprogramm zusammengestellt, dessen Durchführung allerdings teilweise mit Problemen behaftet war. So machte sich am ersten Wochenende die Sippe des Stammes als Ersatz für einen ausgefallenen Programmpunkt auf einen Hajk, d.h. auf eine Wanderung mit Übernachtung. Die Sippenführer Knust (Nils) und Murmel (Niklas) haben trotz geringer Erfahrung diese Übung gut gemeistert.

Am 31.8. reiste dann die Geschäftsstelle - Jan und Ulrike Kömpe – an, um selbst einmal die Pfadfinderei und das Lagerleben direkt und ungeschönt erleben zu können. Sie wurden untergebracht im Pfadi-Hotel – einem Polizei-Zelt – und nahmen teil am Jamboree-Programm. Am ersten Abend gab es einen Stammesabend mit Spielen, Liedern und Geschichten, den alle sehr genossen haben. Als die „Kleinen“ im Bett waren – nicht ohne die Geburtstagsfeier planerisch und zeitlich vorzubesprechen –, gingen die Großen zusammen auf die „Festmeile“ im Zentrum des Geländes, auf der tagsüber und abends die Bundesleitungen der jeweiligen Bünde besondere Aktionen – wie z.B. original französische Flammkuchen von Orginal- Franzosen oder stundenweises Ansagen des Geburstages weltweit mit entsprechenden Aktionen aus dem jeweiligen Geburtstagsland – stattfanden.

Nach ein paar Stunden Schlaf wurden die Schlafenden gegen 4.00 Uhr morgens durch Trommeln und Fanfaren geweckt und in einem großen Zug ging es stammesweise zum zentralen Versammlungsplatz. Dort gab es einen schauspielerischen Rückblick auf die Anfänge der Pfadfinderei und auf Lord Baden-Powell sowie das gemeinsam gesungene Jamboree-Geburtstagslied. Als die Sonne ihre ersten Stahlen auf die Erde schickte, wurde sie freudig begrüßt und dann erneuerte alle Pfadfinder ihre Versprechen, für alle Beteiligten ein sehr bewegender Moment. Anschließend gab es für alle ein Stück Kuchen, wie es sich für einen richtigen Geburtstag gehört, und es wurden die „Geburstagsstäbe“, eine Bastelarbeit, die alle Stämme in wunderbarer Vielfältigkeit gefertigt hatten, zur Spirale gebracht und dort montiert. Auch dieses ein wunderschönes Bild, das einerseits die Unterschiedlichkeit der Pfadfinderbünde und anderseits auch die Gemeinsamkeiten symbolisiert.

Nach einen kleinen Ausruhzeit wurden dann die „Geburtstagsspiele“ zum Thema „100 Jahre Pfadfinden – jedes Jahrzehnt eine neue Ära, ein neues Thema „in den Unterlagern für die Pfadfinder veranstaltet. Nachmittags gab es dann zentral gestaltete Aktivitäten auf der Festmeile und abends dann ein fetziges Open-Air-Konzert, was unsere Jungs besonders gut fanden. Am nächsten Morgen startete die Geschäftsstelle wieder Richtung Norden und für den Stamm stand das Unterlager-Programm auf dem Stundenplan, was bei allen großen Anklang fand.

Nach ereignisreichen Tagen kamen die Radwersdorper am 5.8.2007 abends wieder in Kiel an und hatten viel zu berichten. Es war die erste große Aktion nach den Wechseln der Geschäftsstelle und der Stammesleitung und wir sind stolz darauf, dass alles Organisatorische gut geklappt und alles Inhaltliche gut angenommen und umgesetzt wurde.
So kann es weitergehen !

Christian Schwandt

Hier gibt es Fotos vom Jamboree!

 

© by Stamm Radwersdorp, 2007 nach oben